19.01.12 Bern -
Die
Jahresvignette wird neu
100 Franken kosten
Der Bundesrat will alle
Landesteile gut
erschliessen und das
Nationalstrassennetz den
geänderten Bedürfnissen
anpassen. Zu diesem
Zweck soll es auf Anfang
2014 um rund 376
Kilometer bestehender
Strecken erweitert
werden. Der Bundesrat
hat heute dazu die
Botschaft ans Parlament
verabschiedet. Die
Kosten, die sich für den
Bund durch die
Erweiterung ergeben,
sollen durch eine
Preiserhöhung bei der
Autobahnvignette gedeckt
werden.
Mit dem Bundesbeschluss
über das
Nationalstrassennetz
(Netzbeschluss) hat das
Parlament 1960 die
Strassenverbindungen von
nationaler Bedeutung
festgelegt. Im
Vordergrund standen
damals Strecken, welche
die grossen Schweizer
Wirtschaftszentren
untereinander und mit
den ausländischen
Hochleistungsstrassen
verbanden. Aufgrund der
wachsenden Mobilität und
der sich geänderten
Siedlungsstruktur haben
sich die Anforderungen
an die Nationalstrassen
inzwischen stark
gewandelt.
Eine umfassende
Überprüfung hat gezeigt,
dass das
Nationalstrassennetz
heute die Bedürfnisse
der mittelgrossen Städte
und Agglomerationen
sowie der Randregionen
nicht mehr in
ausreichendem Masse
erfüllt. Um Abhilfe zu
schaffen, beantragt der
Bundesrat dem Parlament
im Rahmen der Botschaft
zur Anpassung des
Netzbeschlusses (NEB),
auf Anfang 2014
zusätzliche Strecken im
Umfang von rund 387
Kilometern ins
Nationalstrassennetz
aufzunehmen. Es handelt
sich dabei
ausschliesslich um
bereits bestehende
kantonale
Strassenverbindungen.
Gleichzeitig soll die
bisher im Netzbeschluss
aufgeführte Verbindung
zwischen Schaffhausen
und Bargen gestrichen
werden. Durch diese
Massnahmen wird das
Nationalstrassennetz um
insgesamt rund 376
Kilometer erweitert.
Aus dem Betrieb,
Unterhalt und Ausbau der
Strecken, die neu ins
Nationalstrassennetz
aufgenommen werden,
entstehen Mehrkosten von
rund 305 Millionen
Franken pro Jahr. 30
Millionen davon werden
durch Kompensationen bei
anderen Beiträgen von
den Kantonen getragen.
Die verbleibenden 275
Millionen Franken fallen
beim Bund an und sollen
durch die Erhöhung des
Preises für die
Autobahnvignette
finanziert werden. Die
Jahresvignette wird neu
100 Franken kosten.
Gleichzeitig soll eine
Zweimonatsvignette für
40 Franken geschaffen
werden, für
Automobilisten, die das
Nationalstrassennetz nur
für kurze Zeit nutzen.
Der Vignettenpreis wird
nicht auf Vorrat erhöht
– sondern erst dann,
wenn die Rückstellungen
der Spezialfinanzierung
Strassenverkehr unter 1
Milliarde Franken
gesunken sind. Das wird
voraussichtlich 2015 der
Fall sein.