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03.08.11 Bern -
Gestern
hat der Euro zeitweise 1,098 Franken
gekostet - heute trifft die Nationalbank
Massnahmen dagegen
Die Schweizerische
Nationalbank betrachtet den Schweizer
Franken zur Zeit als massiv
überbewertet. Die gegenwärtige
Frankenstärke bedroht die
Wirtschaftsentwicklung und erhöht die
Abwärtsrisiken für die Preisstabilität
in der Schweiz. Die Nationalbank nimmt
eine fortwährende Verschärfung der
geldpolitischen Rahmenbedingungen nicht
tatenlos hin und trifft daher Massnahmen
gegen den starken Franken.
Die Nationalbank
strebt ab sofort einen Dreimonats-Libor
so nahe bei Null wie möglich an und
verengt das Zielband für den
Dreimonats-Libor von 0-0,75% auf
0-0,25%. Gleichzeitig wird sie die
Liquidität am
Schweizer-Franken-Geldmarkt über die
nächsten Tage massiv erhöhen.
Sie beabsichtigt,
die Giroguthaben der Banken bei der SNB
von derzeit rund 30 Mrd. auf 80 Mrd.
Franken auszudehnen. Mit sofortiger
Wirkung wird die Nationalbank deshalb
auslaufende Repos und SNB Bills nicht
mehr erneuern und ausstehende SNB Bills
zurückkaufen, bis der angestrebte
Girobestand erreicht ist.
Seit der letzten
vierteljährlichen Lagebeurteilung der
SNB haben sich die globalen
Wirtschaftsaussichten eingetrübt.
Gleichzeitig hat sich die Aufwertung des
Schweizer Frankens in den letzten Wochen
stark beschleunigt. Entsprechend haben
sich die Aussichten für die Schweizer
Wirtschaft deutlich verschlechtert.
Die Nationalbank
beobachtet die Entwicklung am
Devisenmarkt sehr aufmerksam und wird
bei Bedarf weitere Massnahmen gegen die
Frankenstärke ergreifen.
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